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FRAGE.
ANTWORT.
FAQs
Eco-fair und konstruktiv
Die Themen Nachhaltigkeit, Ganzheitlichkeit, Konstruktivismus und vor allem Öko-Fairness beschäftigen mich schon lange. Privat lebe ich immer mehr danach und daher habe ich mir die Frage gestellt, was genau nachhaltige Kleidung ausmacht und wie ich diese Philosophie noch konsequenter auf Mokima übertragen kann.
Meiner Meinung nach wird es immer wichtiger, sich mit diesen Themen auch im Bereich der Kleidung auseinander zu setzen. Individualität, Multifunktionalität und Zeitlosigkeit der Mokima-Modelle waren mir immer schon sehr wichtig. Als Anbieter von Textilien sehe ich mich in der Verantwortung, nur noch Stoffe einzukaufen, die nachhaltig produziert wurden.
Das es in Zeiten einer immer schnelllebigeren Modewelt für mich als kleines Label sehr schwer sein wird, mich gerade mit diesem Anspruch an mich und meine Mode durchzusetzen, war mir von Anfang an bewusst. Da ich meine Arbeit liebe, nehme ich diese Herausforderung allerdings sehr gerne an!
20,- Euro incl. Material
1 Einheit à 2 Stunden im laufenden Nähkurs
Diese "Schnupperstunden" werden nur angeboten, wenn der Nähkurs nicht bereits mit 5 Teilnehmern ausgebucht ist. Daher bitte Verfügbarkeit anfragen!
Als "Workshop-Teilnehmer" suchst du dir dein Wunschprojekt aus vielen Beispielen aus - Ob Faulenzer-Mäppchen, Rucksack, Utensilien-Box, süße Kuschelmonster uvm. In der Galeriefindest du Nähbeispiele. Hier gewinnst du auch einen Einblick in den Kursablauf und kannst dich von den vielen Ideen der Kursteilnehmer inspirieren lassen.
Mitzubringen sind Stoffschere, Stecknadeln, evtl. Stoffe und Zutaten, gerne auch die eigene Nähmaschine.
Der Oeko-Tex® Standard 100 wurde zu Beginn der 1990er Jahre als Reaktion auf das Bedürfnis von Verbrauchern und der allgemeinen Öffentlichkeit nach gesundheitlich unbedenklichen Textilien entwickelt.
Die Ansprüche an moderne Textilprodukte lassen sich allerdings nicht ohne den Einsatz bestimmter chemischer Substanzen verwirklichen. Modische Farben, leichte Pflege, lange Lebensdauer und viele weitere funktionelle Eigenschaften von Textilien werden heute gefordert und sind je nach Verwendungszweck (z. B. bei Berufskleidung) zum Teil unentbehrlich.
Durch den Oeko-Tex® Standard 100 werden nur solche Produkte zertifiziert bei denen alle Elemente, also neben Oberstoff auch die Nähgarne, Drucke, Knöpfe/Reißverschlüsse/Nieten oder sonstige Zubehörteile festgelegte Schadstoffgrenzen, je nach Intensität des Hautkontakts, unterschreiten.
Bis zur Einführung des Oeko-Tex® Standards 100 gab es weder für Verbraucher ein verlässliches Produktlabel zur Beurteilung der humanökologischen Qualität von Textilien, noch existierte ein einheitlicher Sicherheitsmaßstab für die Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, welcher eine praxisrelevante Bewertung von möglichen Schadstoffen in Textilprodukten ermöglichte. Deshalb haben das Österreichische Textil-Forschungsinstitut (ÖTI) und das deutsche Forschungsinstitut Hohenstein auf der Grundlage ihrer damals bereits bestehenden Prüfnormen gemeinschaftlich den Oeko-Tex® Standard 100 entwickelt.
Unsere Stoffe beziehen wir von Herstellern aus Deutschland, Italien, Belgien und Frankreich. Wir kaufen lediglich kleine Stoffmengen ein. Dadurch können wir einerseits eine größere Auswahl an Stoffen bereitstellen, zum anderen wird die Exklusivität gesteigert, da das Modell in punkto Stoffwahl nur in geringer Stückzahl verkauft wird.
Unsere Eco-Kollektion "Lieblingsstücke" wird ausschließlich aus Bio-Baumwolle oder recycelten Stoffen gefertigt.
TENCEL™ Lyocellfasern der österreichischen Firma Lenzing werden in einem geschlossenen, umweltschonenden Herstellungsprozess aus nachhaltig gewachsenen Holz gewonnen. Abfallprodukte in der Fasererzeugung sind nicht vorhanden. Die zum Einsatz kommenden organischen Lösungsmittel sowie das Wasser werden dem Produktionsprozess anschließend wieder zugeführt.
Tencel™ ist atmungsaktiv, hat eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme und Festigkeit, ist antibakteriell und auch wieder recycelbar! Ein Kleidungsstück aus reinem Lyocellstoff könnte man theoretisch auf den Kompost werfen, da nach Aussagen des Herstellers Lenzing der Stoff ohne schädliche Rückstände zerfällt.
In unserer Kollektion verwenden wir Lycocell aus 100 % Tencel™
LYCOCELL-SWEAT: Dieser hat einen schönen Glanz und eine ganz besondere Haptik - er fühlt sich herrlich weich an, ist atmungsaktiv und hautschonend.
Bedeutung
Der Baum des Lebens bringt Dir Frieden, Segen und endlose Liebe. Er wächst mit Deinen Lebensabschnitten und hält alles Böse von Dir fern. Der Lebensbaum ist vor allem ein Symbol für Lebenskraft und verkörpert das Symbol der kosmischen Ordnung – über die Wurzeln die Verbindung zur Erde (Materie) und über die Krone die Verbindung mit dem Geist. Der Lebensbaum fungiert als Vermittler zwischen diesen Ebenen und nach der keltischen Mythologie als Verbinder zur Unterwelt (Unterbewusstsein).
Energetische Wirkung im Überblick:
vermittelt Sicherheit, Verwurzelung, Stärke, Lebenskraft
steht für Erneuerung, Reproduktion, Wiedergeburt
für glückliche Zukunft, Zusammenhalt, Harmonie, Wachstum auf allen Ebenen
hilft unbewusste Prozesse aufzulösen bzw. zu harmonisieren
stärkt die Chakren 1 und 7 und fördert deren Energieausgleich
Der Lebensbaum gehört zur Mythologie vieler Völker und ist ein altes Symbol der kosmischen Ordnung. Er steht als Weltachse (axis mundi) im Zentrum der Welt. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde und seine Wipfel berühren oder tragen den Himmel. Somit verbindet er die drei Ebenen Himmel, Erde und Unterwelt. Der Baum ist aber auch ein Freund des Menschen, der ihm Orientierung, Motivation, Kraft und Halt spenden soll.
Das uralte Mantra OM auch (Aum) wird getragen, um sich mit der universellen Lebenskraft zu verbinden. OM zieht Schutz und Frieden an.
Bedeutung
Der Punkt symbolisiert Ganzheit. Der Halbkreis unter dem Punkt symbolisiert Unendlichkeit - das begrenzte Denken vermag nicht die Ganzheit zu erfassen. Die kleinere Kurve in der Mitte symbolisiert die Bindeglieder zum Ganzen. Die größere Kurve darunter symbolisiert die materielle Welt. Die Kurve rechts davon, symbolisiert die Träume.
Der Klang steht für den transzendenten Urklang, aus dessen Vibrationen nach hinduistischem Verständnis das gesamte Universum entstand. Es bezeichnet die höchste Gottesvorstellung, das formlose Brahman, die unpersönliche Weltseele. Unter anderem symbolisiert es die Triade von Vishnu, Shiva und Brahma. In allen hinduistischen Religionen gilt es als das heiligste aller Mantren und Symbole.
Ein Schadstoff ist der eigentlichen Begriffsbedeutung nach lediglich ein Stoff, der dem Menschen schaden kann. Unter diese Klassifikation können jedoch viele Stoffe mit unterschiedlich intensiven Wirkungen fallen.
Deshalb bedeutet eine schadstoffreduzierte Herstellung zuerst einmal, dass ein Produzent Maßnahmen ergreift, die die im Herstellungsprozess entstehenden Schadstoffe minimiert. Dabei ist es egal, ob dieses Ziel durch eine pflanzliche Färbetechnik, Lacke auf Wasserbasis oder die Verwendung von neuester Filtertechnik geschieht.
Wichtig ist, dass der Produzent seine Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung auf Avocadostore darlegt. So kann nachvollzogen werden an welchen Stellen Schadstoffe im Herstellungsprozess vermieden wurden. Gleichzeitig wächst der Druck auf Produzenten ähnlicher Produkte, bei denen vergleichbare Standards fehlen.
Bedeutung
Die Lotusblume gilt als Sinnbild für Wissen, Erleuchtung, Fruchtbarkeit und das Göttliche. Fast alle Völker betrachten die heilige Blume als Zeichen der Reinheit. Die Fähigkeit Schmutz von sich zu weisen, ließ den Lotus in weiten Teilen Asiens zum Sinnbild für Reinheit, Weisheit, Schöpferkraft und Schönheit werden. Im Buddhismus zählt der Lotus zu den acht Kostbarkeiten und ist Symbol für den Lauf der Zeiten (mit den Einzelphasen Frucht, Blüte und Stängel).
Damit die Lotuspflanze ihre Blüte ausbilden kann, muss sie zunächst den schmutzigen, morastigen Erdboden, in dem sie wurzelt, durchdringen und beharrlich zur Wasseroberfläche streben. Trotz dieser widrigen Umstände bildet die Lotuspflanze an der Wasseroberfläche eine reine, saubere und wunderschöne Blüte.
Überträgt man diese Symbolik auf das menschliche Leben, so steht der schmutzige, morastige Untergrund für die Widrigkeiten des menschlichen Lebens, wie bestimmten Umständen, aber auch anhaftenden Gedanken, Gefühlen und Empfindungen. Die reine Lotusblüte dagegen steht für einen reinen Geist und Erleuchtung, dem höchsten Ziel im Buddhismus. Dabei steht eine geöffnete Blüte für die volle Erleuchtung, während eine geschlossene Blüte für das Potenzial zur Erleuchtung steht. Das frei über das Wasser hinausragende Lotusblatt steht als Sinnbild für das Nicht-Anhaften und das Loslassen vom Weltlichen.
Der Mensch, oft in seinem Ego und seiner Ich-Bezogenheit gefangen, bewertet diese widrigen Bedingungen oft voreilig als negativ. Er erkennt nicht, dass im vermeintlich Negativem das Potenzial steckt, durch bewusstes, wertgeleitetes Handeln etwas Positives entstehen zu lassen.
Im Sinne der buddhistischen Lehre kann die Symbolkraft der Lotusblume uns daran erinnern, schwierige Situationen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und eine positivere Haltung dazu einzunehmen. Das ermöglicht uns bewusster und achtsamer zu handeln, um sich in die von uns wertgeschätzte Richtung zu bewegen.
In der Lotusblume Bedeutung steht das mythische Gewächs für Transformation, Reinheit, Liebe und spirituelle Erleuchtung. Der Lotus ist das Sinnbild des Absoluten. Dem Lotusblume Symbol werden facettenreiche Eigenschaften zugeschrieben.
Der Lotusstängel stellt im alten Indien die Weltachse dar, die dem Urwasser entspringt und den Planeten trägt. In vielen Teilen Asiens bezieht sich die Lotusblüte Bedeutung auf Wiedergeburt und Vollkommenheit. Der Lotus ist weltweit eines der tiefgründigsten Symbole.
Daya: Mitgefühl, Sympathie
Satya: Wahrheit; Wahrhaftigkeit, einer der fünf Yamas
Nalini: Lotuspflanze, Name der himmlischen Ganga (Milchstraße)
Janani: Die Gebärerin, Urmutter
Vajra: Diamant
Chetana: Bewusstsein, Verständnis, Intelligenz, Leben, Weisheit
Kamala: Lotus, Wohlstand, Reichtum
Kanti: Schönheit, Helligkeit, Glanz
Purna: Die aus der Unendlichkeit kommt, die in der Unendlichkeit verwurzelte, Fülle, Unendlichkeit
Lyocell ist eine aus Cellulose bestehende, industriell hergestellte Cellulose-Regeneratfaser, die nach dem Direkt-Lösemittelverfahren hergestellt wird. Sie wird vor allem im Bereich der Textilindustrie, aber auch für Vliesstoffe (Nonwovens) und technische Anwendungen genutzt. Lyocell ist die generische Faserbezeichnung und wird von der Lenzing AG unter dem Markennamen Tencel angeboten.
Eigenschaften:
Lyocell-Fasern weisen eine hohe Trocken- und Nassfestigkeit auf, sind weich und absorbieren Feuchtigkeit sehr gut. Daraus hergestellte Textilien weisen einen glatten und kühlen Griff mit fließendem Fall auf, haben eine geringe Knitterneigung und können gewaschen und chemisch gereinigt werden.
Lyocell-Fasern werden in einem breiten Spektrum von Microfasern mit 0,9 dtex (0,9 g pro 10.000 m Fadenlänge) bis grobe Fasern mit 15 dtex angeboten. Standard-Lyocell kann aufgrund der Fibrillation für Textilien mit pfirsichartiger samtiger Oberfläche verwendet werden (peach-skin-Effekt) oder durch geeignete Ausrüstung im Textil stabilisiert werden. Für andere Anwendungen werden nicht fibrillierende Lyocell-Fasern hergestellt.
Verwendung:
Die Cellulose wird aus dem Rohstoff Holz extrahiert. Der so gewonnene Zellstoff wird zerkleinert und anschließend mit N-Methylmorpholin-N-oxid (NMNO), einem nicht toxischen Lösungsmittel (welches aber augen- und hautreizend ist sowie Reizung der Atmungsorgane verursachen kann), und Wasser in einem Rührkessel vermischt. Im Rührkessel wird unter Vakuum und erhöhter Temperatur ein Teil des Wassers aus der Pulpe entfernt. Sobald der Wassergehalt auf einen bestimmten Wert gesunken ist, löst sich die Cellulose und bildet eine Spinnlösung, die filtriert und anschließend durch Spinndüsen gepresst wird. Die so geformten Filamente werden in einem Bad mit wässriger NMMO-Lösung ausgefällt und als Faserkabel zusammengefasst. Je nach Anwendung folgen weitere Behandlungsschritte wie Reinigen, Avivieren und Trocknen, Kräuseln und Schneiden.
Gegenüber anderen Cellulose-Regeneratfasern wie Viskose gilt der Herstellungsprozess aufgrund des umweltschonenden Lösungsmittels und eines geschlossenen Stoffkreislaufs zwar als deutlich weniger umweltbelastend, jedoch sind Arbeitsschutzaspekte zu beachten.
Herstellung:
Die Faser wird in vielen Bereichen genutzt, etwa für die Herstellung von jeansähnlichen Stoffen, Blusenstoffen, Funktionstextilien im Sportbereich, für Arbeitsbekleidung, Unterwäsche und Bettartikel sowie als Nonwovens-Produkt (Vliesstoff) für Hygiene- und Kosmetikartikel. Außerdem findet die Faser Verwendung bei Textilien im medizinischen Bereich und für Industrieprodukte. Der Einsatz erfolgt häufig in Mischung mit verschiedenen Fasern wie Baumwolle oder Viskose (Modal) und auch mit synthetischen Fasern wie Polyester und Polyamid.
Biologischer Abbau:
Lyocell ist eine modifizierte Cellulose-Faser und entsprechend durch Mikroorganismen biologisch abbaubar. Der biologische Abbau im Boden, im Kompost und auch im Seewasser ist nach Angaben von Lenzing nach den gültigen Richtlinien EN 14046 (2003) und ISO 14855 (2005) geprüft und durch ein Vinçotte-Siegel zertifiziert. Auf der Basis von Zerfallsexperimenten konnte ein Gewichtsverlust und damit ein biologischer Abbau von Lyocell-Geweben von etwa 75 % innerhalb von 60 Tagen nachgewiesen werden, womit der biologische Abbau schneller ablief als bei den biologisch abbaubaren Kunststoffen PHBV, PBS und PLA sowie verschiedenen Kompositen aus diesen Materialien mit Lyocellfasern.
Lenzing selbst gibt eine Zerfalldauer von 100 % in 16 Wochen an.
Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien. Dies wird regelmäßig vor Ort in den Produktionsbetrieben von unabhängigen Zertifizierungsstellen kontrolliert.
Letztlich soll dem Endverbraucher bei seiner Kaufentscheidung durch das GOTS Label am Produkt Sicherheit gegeben werden, da nur Produkte, die diesen Anforderungen entsprechen das GOTS-Siegel tragen dürfen.
Baumwolle:
GOTS zertifizierte Baumwolle wird ökologisch angebaut. Dabei werden keine Pestizide oder andere Schadstoffe verwendet, die der Umwelt und der Gesundheit der Bauern schaden, außerdem werden nur natürliche Dünger verwendet. Chemische Entlaubungsmittel zur Erleichterung einer maschinellen Ernte werden nicht eingesetzt, die Baumwolle wird von Hand gepflückt.
Weiterverarbeitung:
Alle Produzenten in der Produktionskette vom Anbau bis zum fertigen Kleidungsstück müssen GOTS-zertifiziert sein, damit GOTS-Logo verwendet werden darf. Alle eingesetzten chemischen Zusätze, wie z. B. Farbstoffe und Hilfsmittel, müssen bestimmte umweltrelevante und toxikologische Kriterien erfüllen. Auch für die Verwendung von Accessoires gelten entsprechende Anforderungen.
Das Stricken, Weben, Färben und Ausrüsten der Stoffe muß möglichst umweltverträglich sein, es dürfen nur vom GOTS zugelassene Substanzen und Prozesse eingesetzt werden. Dabei muß folgendes eingehalten werden:
• Kein Bleichen mit Chlor, sondern auf Sauerstoffbasis • Keine optischen Aufheller • Färben nur mit vom GOTS zugelassenen Farbstoffen • Drucken mit Farben auf Wasserbasis • Das Abwasser muß in einer Kläranlage aufbereitet werden
Sozialstandards:
Zusätzlich zur nachhaltigen Herstellung von Textilien berücksichtigt der GOTS auch soziale Standards in der Produktionskette. Diese basieren auf den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die folgendes beinhalten:
• Zahlung von existenzsichernden Löhnen • Gesundheits- und Sicherheitsschutz am Arbeitsplatz • Soziale Absicherung und Arbeitsverträge • Keine Diskriminierung • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit • Recht auf Organisationsfreiheit und kollektive Tarifverhandlungen
Dieses von der Unternehmensgruppe Aquafil entwickelte Verfahren ist das weltweit effizienteste für die Herstellung von Polyamid aus Materialien, die zu 100 % recycelt wurden. Hierfür werden Produkte verwendet, die vollständig oder teilweise aus Polyamid bestehen und nicht mehr genutzt werden. Dazu gehören Fischernetze, Flor (Oberseite von Teppichen und Teppichböden) und andere Gewebe, sowie Produktionsabfälle aus der Herstellung von Nylon.
Dadurch kann man weltweiten Abfallmengen reduzieren, indem man den Müll von Deponien und aus den Weltmeeren sammelt und durch Upcycling in Produktionskreisläufe zurückgeführt.
Für je 10.000 Tonnen ECONYL®-Rohstoff werden 70.000 Fässer Rohöl und 57.100 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Damit ist regeneriertes Nylon ECONYL® nicht nur eine Lösung für die Abfallverwertung, sondern auch effektiv gegen den Klimawandel. Es reduziert den Treibhauseffekt um bis zu 80% gegenüber dem herkömmlichen Garn aus Öl.
ECONYL® -Fasern bieten die gleiche hohe Qualität Funktion und Tragekomfort, sowie Strapazierfähigkeit wie traditionelles Polyamid.
Dieses von der Unternehmensgruppe Aquafil entwickelte Verfahren ist das weltweit effizienteste für die Herstellung von Polyamid aus Materialien, die zu 100 % recycelt wurden. Hierfür werden Produkte verwendet, die vollständig oder teilweise aus Polyamid bestehen und nicht mehr genutzt werden. Dazu gehören Fischernetze, Flor (Oberseite von Teppichen und Teppichböden) und andere Gewebe, sowie Produktionsabfälle aus der Herstellung von Nylon.
Dadurch kann man weltweiten Abfallmengen reduzieren, indem man den Müll von Deponien und aus den Weltmeeren sammelt und durch Upcycling in Produktionskreisläufe zurückgeführt.
Für je 10.000 Tonnen ECONYL®-Rohstoff werden 70.000 Fässer Rohöl und 57.100 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Damit ist regeneriertes Nylon ECONYL® nicht nur eine Lösung für die Abfallverwertung, sondern auch effektiv gegen den Klimawandel. Es reduziert den Treibhauseffekt um bis zu 80% gegenüber dem herkömmlichen Garn aus Öl.
ECONYL® -Fasern bieten die gleiche hohe Qualität Funktion und Tragekomfort, sowie Strapazierfähigkeit wie traditionelles Polyamid.
Polyester ist nicht oder nur sehr langsam biologisch abbaubar. Hinzu kommt, dass Polyester auf Erdölbasis hergestellt wird, einem nicht nachwachsenden Rohstoff - 5 - 8% des weltweit geförderten Erdöls fließen in die textile Produktion. Vor diesem Hintergrund sollte die Neuproduktion von Polyester und anderen Chemiefasern möglichst reduziert werden.
Eine Alternative ist deshalb recyceltes Polyester, dieses wird hauptsächlich aus PET-Flaschen gewonnen. Bei der Herstellung werden die Flaschen durch ein mechanisches Verfahren in Polymere umgewandelt, wobei bei diesem Produktionsprozess weniger Energie verbraucht als bei herkömmlichen Polyester. Im Vergleich zur Gewinnung von konventioneller Baumwolle und auch im Vergleich zur Neuproduktion von Polyester ergaben Studien eine prozentuales Einsparungspotenzial von 40% bis zu 85%. Gleiches gilt für die Verwendung von Wasser, hierbei können verglichen mit der Erstproduktion bis zu 90% des verwendeten Wassers eingespart werden.
Recyceltes Polyester hat die identischen Eigenschaften wie das nicht recycelte Material, bei der Materialgewinnung können jedoch Müll, Energie und CO2- Emissionen reduziert werden, statt neue Materialien zu verbrauchen.
Laut dem WWF schwimmen derzeit Schätzungsweise 80 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Jede Minute gelangt statistisch gesehen eine volle LKW Ladung neu ins Meer. Im Jahr 2050 könnte in den Meeren die Menge an Plastik die Menge der Fische übersteigen.
1. Sammlung
In Ljubiljana/Slowenien werden Fischernetze, Stoffreste, alte Teppiche und Plastikmüll aus den Meeren der ganzen Welt gesammelt. Dieser Abfall wird dann sortiert und gereinigt, um möglichst viel Nylon zu erhalten. Das ist die Basis für das Material ECONYL®.
2. Depolymerisation
Durch einen gründlichen Regenerations- und Reinigungsprozess wird der Nylonabfall wieder zu seiner ursprünglichen Form aufbereitet. Das bedeutet, dass ECONYL® - regeneriertes Nylon ganz genau die gleiche Qualität hat, wie neues chemisch hergestelltes Nylon. Es sind sogenannte Polymere entstanden.
3. Transformation
Regeneriertes Nylon wird beispielsweise in Textilien oder Teppichen wieder verwendet. Und: Dieses Nylon von ECONYL® kann unendlich regeneriert und aufbereitet werden, ohne seine Qualität je zu verlieren. Das Ziel von ECONYL® ist: Nutzt der Kunde sein Textilteil nicht mehr, bringt er es zurück zu Schritt 1 und der Kreislauf beginnt von vorn.
Das Portal zur Siegel-Klarheit
Die Initiative Siegelklarheit will im Auftrag der Bundesregierung Wege durch den Dschungel der Siegel weisen. In verschiedenen Bereichen wie Waschmittel, Natursteine oder eben auch Textilien hat sie auf der Website siegelklarheit.de die Siegel am deutschen Markt bewertet und die empfehlenswerten aufgelistet. Derzeit sind dort 30 Textilsiegel gelistet, davon 11 als „Sehr gute Wahl“, 4 als „Gute Wahl“.
Ausgerechnet das weit verbreitete Label Öko-Tex 100 empfiehlt Siegelklarheit nicht als nachhaltig. Der Grund: Zwar garantiert Öko-Tex 100, dass Grenzwerte von Hunderten Schadstoffen nicht überschritten werden, untersucht jedoch weder Umweltschutz noch Arbeitsbedingungen bei der Herstellung. Andere Siegel in der Liste haben umfassende Kriterien, jedoch wenige zertifizierte Produkte. Das Umweltzeichen Blauer Engel etwa nennt nur drei lizenzierte Textilien.
Der Designprozess in der Modeindustrie hat sich in den letzten Jahren durch die neuen Geschäftsmodelle der großen Modeketten stark gewandelt. Der Onlinehandel und die permanente Erneuerung der Kollektionen schaffen einen schwierig zu durchbrechenden Zyklus. Mindestens vierteljährlich, wenn nicht sogar monatlich oder wöchentlich muss eine neue (Teil-) Kollektion auf den Markt. Es bleibt kaum mehr Zeit und Geld für Designentwicklung, Forschung und Innovation.
Gegentrends zu dieser „Fast Fashion“ - nicht zuletzt aufgrund des steigenden Bewusstseins von Konsumenten - sind allerdings bereits zu verzeichnen. Unter dem Label Slow Fashion, Green Fashion, Eco Fashion, Faire Trade Fashion gewinnen qualitativ hochwertigere Materialien mit einer höheren Lebensdauer, Ökotextilien und recyclebare Materialien zunehmend an Bedeutung in der Modeindustrie.
Aufholbedarf bei fairen Arbeitsbedingungen
Die Herstellung des fertigen Produktes kann nur teilweise automatisiert durchgeführt werden und ist mit einem hohen Personaleinsatz verbunden. Die Textilproduktion wird daher vorwiegend in asiatische Länder mit niedrigem Lohnkostenniveau ausgelagert. Dort sind insbesondere Arbeitssicherheit, Kinderarbeit und faire Löhne ein zentrales Anliegen von nachhaltig produzierenden Unternehmen.
Derzeit scheitert die Umsetzung nachhaltiger Produktionsprinzipien jedoch oft an mangelnder Transparenz, fehlender Kontrolle durch die Behörden und Korruption. Die Verbesserung in diesem Bereich ist ein langsamer Prozess. Initiativen wie das „Bündnis für nachhaltige Textilien“ oder die Greenpeace Kampagne „Detox“ arbeiten intensiv daran, Verbesserungen in diesem Bereich umzusetzen.
Auf Nachhaltigkeit bedachte Textilunternehmen sind daher in der Regel auf sich selbst gestellt, wenn es um soziale Nachhaltigkeit geht.
Aufholbedarf bei fairen Arbeitsbedingungen
Die Herstellung des fertigen Produktes kann nur teilweise automatisiert durchgeführt werden und ist mit einem hohen Personaleinsatz verbunden. Die Textilproduktion wird daher vorwiegend in asiatische Länder mit niedrigem Lohnkostenniveau ausgelagert. Dort sind insbesondere Arbeitssicherheit, Kinderarbeit und faire Löhne ein zentrales Anliegen von nachhaltig produzierenden Unternehmen.
Derzeit scheitert die Umsetzung nachhaltiger Produktionsprinzipien jedoch oft an mangelnder Transparenz, fehlender Kontrolle durch die Behörden und Korruption. Die Verbesserung in diesem Bereich ist ein langsamer Prozess. Initiativen wie das „Bündnis für nachhaltige Textilien“ oder die Greenpeace Kampagne „Detox“ arbeiten intensiv daran, Verbesserungen in diesem Bereich umzusetzen.
Auf Nachhaltigkeit bedachte Textilunternehmen sind daher in der Regel auf sich selbst gestellt, wenn es um soziale Nachhaltigkeit geht.
Nachhaltigkeit ist auch in der Textilindustrie angekommen.
Dabei geht es um mehr, als die Verwendung von Bio-Baumwolle und bessere Arbeitsbedingungen. Der Verbrauch von Wasser, Energie und Chemikalien stellt Textilunternehmen auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette vor Herausforderungen.
Herausforderungen in der Textilindustrie
Textilien begegnen uns täglich in vielfältiger Form - als Kleider, Teppiche, Handtücher, Sitzbezüge oder medizinische Hilfen. Bis ein fertiges Produkt entsteht, durchläuft es mehrere Produktionsstufen und legt oft Tausende Kilometer zurück.
Bei jedem Schritt in der textilen Kette stehen unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit im Vordergrund, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:
Produktionsfaktoren, einschließlich Wasser- und Energieverbrauch
Die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe
Die Auswirkungen der Abfallproduktion
Die soziale Verantwortung der Betriebe gegenüber den Mitarbeitern und den Gemeinden, die die Betriebsstätten umgeben
Der Einsatz von Chemikalien, einschließlich Farbstoffe und Beschichtungen
Gesundheitsrisiken für Textilmitarbeiter sowie für Verbraucher
Tierschutz (Beschaffung von Wolle oder Daunen)
Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel für nachhaltige Textilien. Wer nachhaltige sozial und ökologisch hergestellte Kleidung kaufen möchte, achtet auf den Grünen Knopf. Direkt am Produkt angebracht, ist er beim Einkauf leicht zu finden - verlässlich und verbraucherfreundlich.
Orientierung beim Einkauf
Drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher finden nachhaltige Mode wichtig. Sie wollen zu Recht kein T-Shirt tragen, das in 16-Stunden-Schichten für einen Hungerlohn genäht oder mit giftigen Chemikalien gefärbt wurde. Das Siegel Grüner Knopf zeigt: Nachhaltige Mode ist möglich!
Das staatliche Textilsiegel schafft Vertrauen
Ein Siegel wie den Grünen Knopf gibt es bislang nicht. Der Grüne Knopf stellt verbindliche Anforderungen, um Mensch und Umwelt zu schützen. Insgesamt müssen 46 anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden – von A wie Abwassergrenzwerte bis Z wie Zwangsarbeitsverbot.
Fair und ökologisch produzierte Kleidung sichtbar machen
Ab sofort soll der „Grüne Knopf“ als erstes staatliches Siegel fair und ökologisch produzierte Kleidung für den Verbraucher sichtbar machen.
„Wir brauchen ein Siegel, das den Kunden beim Einkauf einfach und klar signalisiert: Hier handelt es sich um fair produzierte Kleidung“, kündigte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in einem Interview seine neueste Kreation an.
Grüner Knopf: das neue Siegel soll Klarheit schaffen
Mit dem neuen Siegel will der Minister eine klare Differenzierung zwischen nachhaltiger und konventioneller Produktion am Markt gewährleisten: „Dazu zählen soziale Standards wie gerechte Löhne und humane Arbeitsbedingungen. Für die Unternehmen, die fair produzieren, ergeben sich daraus auch Qualitäts- und Wettbewerbsvorteile gegenüber den Wettbewerbern, die nicht fair produzieren“ heißt es in einer Pressemitteilung der CDU/CSU – Bundestagsfraktion.
Obwohl der Bundesentwicklungsminister schon selbst von sich behauptete, mit der Geduld am Ende zu sein und bestehende Richtlinien gesetzlich verankert haben möchte, tut er mit der Grünen Knopf-Einführung nur mehr vom Gleichen. Das neue Textilsiegel soll nämlich ebenfalls freiwillig sein.
Grüner Knopf: Eine Scheinlösung, die niemand braucht?
Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, stuft in einer Stellungnahme das Ambitionsniveau des Vorhabens als niedrig ein: „Bislang ist unklar, ob der Grüne Knopf überhaupt einen Mehrwert liefert.“ Wichtige Begrifflichkeiten seien nicht geklärt und es sei offen welche Teile der Lieferkette abgedeckt werden und wie die Überprüfung stattfinden solle. Ein Kontrollsystem sei auch nicht geplant. Zudem werde die Verantwortung wieder an die Verbraucher abgegeben statt klare Regeln für Unternehmen zu schaffen.
„Der Entwicklungsminister weiß, dass seine freiwilligen Initiativen wirkungslos bleiben.“ Gesetzliche Regelungen müssten her, erst dann würde es endlich um tatsächliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gehen und nicht „um das mediale Blitzlichtgewitter für Scheinlösungen, die niemand braucht“, heißt es in der Stellungnahme.
„Vielleicht ist es einen Versuch wert“, befand Prof. Dr. Rudolf Voller vom EthNa Kompetenzzentrum CSR der HS Niederrhein in einem Kommentar für CSR-News, doch wenn der „Grüne Knopf“ am Ende nichts anderes sei das zig-te freiwillige Siegel für Bekleidungsherstellung, dann „sollte man die Finger davon lassen“.
Scharfe Kritik kommt auch von der „Kampagne für saubere Kleidung“: „Textilien, die künftig den Grünen Knopf tragen, dürfen keinesfalls als fair oder sozial nachhaltig bezeichnet werden“, sagte Uwe Wötzel dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die Kriterien seien deutlich zu schwach, die Überwachung unzureichend und die Ausnahmen zu umfangreich. Eines der Hauptprobleme: in den Kriterien seien nur die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohnes verankert sei. „Doch der ist in der Regel so niedrig, dass niemand davon leben kann“, meint Wötzel. „Nur wenn existenzsichernde Löhne gezahlt werden, ist ein Kleidungsstück tatsächlich fair produziert“.
„Fair produziert“ – rechtlich nicht geschützt
Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ist auch der Ansicht, dass Mindestkriterien für sozial und ökologisch verantwortungsvolle Produktion gesetzlich verankert werden sollten. Auch sollte es möglich sein, Vor-Ort-Kontrollen durch in Deutschland akkreditierte und beauftragte Kontrollstellen durchzuführen. Im Fall des Grünen Knopfes liegt das Zertifizierungssystem nach jetzigem Stand in der Verantwortung Dritter (private Siegel) und das Kontrollsystem entspricht bisher nur einer formellen Prüfung.
Um die Verbraucher nicht in die Irre zu führen, müssten die inhaltliche Abdeckung der einzelnen Produktionsschritte klar kommuniziert werden. Es sollte auch selbstredend sein, dass der erste Produktionsschritt Rohstoffanbau von Beginn an mit abgedeckt sein sollte. Ist er aber nicht. Vorerst soll der Grüne Knopf ausschließlich für die sozialen und ökologischen Mindeststandards bei der Endproduktion von Textilien stehen. Somit ist keine faire und ökologische Produktion für die gesamte Produktionskette gewährleistet.
Der Grüne Knopf – besser als nichts
Jeder noch so kleine Schritt sollte wertgeschätzt werden. Leider ist das Tempo nicht wirklich angemessen, angesichts der verheerenden Zustände, die weiterhin bei der konventionellen Textilproduktion bestehen. Denn Menschenrechtsverletzungen dürfen kein Wettbewerbsvorteil sein.
Bis es ein verlässliches Siegel von staatlicher Seite gibt, kann man sich auf strenge unabhängige Siegel verlassen: IVN Best, GOTS oder das Siegel der Fair Wear Foundation. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte: Giftfreie Kleidung, nachhaltige Rohstoffe, faire Produktion.

